Biberach (bt) – Glänzende Perspektiven hat Dr. Frank Mathias der medizinischen Biotechnologie in Deutschland attestiert. Der Vorstandsvorsitzende der VFA Bio (forschende Biopharmazie-Unternehmen) sprach beim Neujahrsempfang der Fakultät Pharmazeutische Biotechnologie der Hochschule Biberach „Deutschland ist Europameister in der Produktion von Biopharmazeutika“, sagte Mathias. Verantwortlich seien dafür vor allem drei große Standorte: Penzberg, Frankfurt und – natürlich – der Raum Biberach.
Auf dieser Position dürfe man sich aber nicht ausruhen, Nationen wie Indien oder Japan holten enorm auf. Die Volkswirtschaft, die das Thema Gesundheit in den Griff bekomme, werde zur führenden Wirtschaftsnation aufsteigen, prognostizierte Mathias, der auch Vorstandsvorsitzender der MediGene AG ist. Um rund 12,5 Prozent sei der Weltmarkt für Biopharmazeutika von 2006 auf 2007 gewachsen. Und das Wachstum wird weitergehen: Oberstes Ziel bei der Entwicklung neuer Präparate sei im Moment die Prävention. „Im Moment gibt es Impfungen gegen etwa 30 Krankheiten. Aber in Zukunft kommt da extrem viel mehr hinzu.“ Mathias lobte die Zusammenarbeit der Fakultät Pharmazeutische Biotechnologie an der Hochschule mit der Wirtschaft, vertreten durch die Firmenspitzen der Unternehmen Boehringer Ingelheim (Biberach) und Rentschler (Laupheim). Die Studienplätze in der Biotechnologie sind aufgrund ihres hohen Laboranteils die teuersten an der Hochschule.
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