Ulm (bt) – Der scheidende Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ulm im Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, Dr. Tobias Mehlich, ist zufrieden mit dem Pilot-Ergebnis der Tarifverhandlungen in Nordrhein-Westfalen. Die Einigung – für das Jahr 2010 gibt es eine Einmalzahlung von 320 Euro, zum 1. April 2011 steigen die Entgelte um 2,7 Prozent – sei ein Zeichen dafür, „dass die Tarifautonomie funktioniert“.
Die Gewerkschaft IG Metall habe sich angesichts dramatischer Umsatzeinbrüche in der Branche „von ideologischer Taktiererei verabschiedet und die Zeichen der Zeit erkannt“, sagte Mehlich gegenüber business today. Durch die lange Laufzeit des neuen Tarifvertrags von 23 Monaten bekämen die Betriebe in der Region die Planungssicherheit, die sie jetzt benötigten, um in einem gesicherten Kostenrahmen wieder Fahrt aufzunehmen. Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik hatten die Metall-Unternehmen im Raum Ulm für das Jahr 2009 im Schnitt einen Verlust ausgewiesen.
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