Immenstaad (bt) – Kürzlich wurde der Eisforschungssatellit Cryosat 2 ins All befördert. Unter Federführung des Immenstaader Unternehmens Astrium hat ein internationales Industrie-Konsortium das Messsystem im Auftrag der europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt. Das Projekt hat ein Auftragsvolumen von 75 Millionen Euro.
Ziel ist die Vermessung der Eisdicken in Arktis und Antarktis. Cryosat2 ist ein 720 Kilogramm schwerer Satellit, der die Erde so umkreisen wird, dass ihn jede Erdumrundung über die beiden Pole führt.
Dank eines sogenannten Radaltimeters funktioniert der Satellit unabhängig von Tageslicht, kann alle Wolkenschichten durchdringen und Veränderungen des Eisvolumens erfassen. Von den technologischen Entwicklungen profitiert die gesamte Klimaforschung. Der Wechselwirkung von polarem Eis und der Erwärmung der Meeresströme wird – neben der Kohlendioxydbelastung – eine große Rolle hinsichtlich des Klimawandels zugewiesen.
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