Blaustein (bt) – Bei der Hauptversammlung des Kreisbauernverbandes Ulm-Ehingen hat der Vorsitzende Hans Götz Bilanz über ein wenig erfreuliches Wirtschaftsjahr gezogen. „Die Landwirtschaft hat bei allen Produkten die brutale Härte des Marktes zu spüren bekommen“, sagte er. „Insbesondere die Discounter Aldi, Lidl, Edeka und Rewe haben in ihrem mörderischen Preiskrieg – zwölf Preissenkungsrunden in einem Jahr – unseren Molkereien, den Mühlen und der Schlachtbranche die Ware geradezu abgeluchst.
Und zwar so, dass es bei Milch, Fleisch und Getreide nicht einmal für die Produktionskosten gereicht hat“, so Götz. Bei etwas mehr als 20 Cent pro Liter Milch und einem Ferkelpreis von 30 Euro könne niemand überleben, geschweige denn notwendiges Eigenkapital bilden. Die Hauptleidtragenden des Jahres 2009 seien die Milchbauern gewesen. „Aber auch die Getreidebauern haben keine auskömmlichen Preise erzielt.“ Götz zeigte sich gegenüber der Gentechnik offen – auch wenn die auf den umliegenden Feldern nicht zum Einsatz kommt. „Wir haben im Alb-Donau-Kreis keinen Anbau von genveränderten Pflanzen und ich empfehle das auch niemandem“, so der Vorsitzende. „Aber an den Universitäten und Fachhochschulen muss Forschung möglich sein – und dazu gehören auch Freilandversuche.“
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