Ulm (bt) – Viele kleine Schritte haben Ulm und Neu-Ulm in den vergangenen Jahrzehnten aufeinander zu gemacht. Einer der wichtigsten davon war die Gründung des Stadtentwicklungsverbands Ulm/Neu-Ulm (SUN) vor zehn Jahren. Angesichts des runden Geburtstags bekräftigten die beiden Oberbürgermeister Ivo Gönner und Gerold Noerenberg die Notwendigkeit der Kooperation in wirtschaftlichen Fragen.
Bereits vor zehn Jahren zu sagen: „Schluss mit dem Konkurrenzkampf um neue Firmen und Arbeitsplätze“, war ein wichtiger Schritt für die Doppelstadt. Seither werden Unternehmen die Gewerbegrundstücke angeboten, die am besten zum Bedarf passen – egal ob nun dies- oder jenseits der Donau. Will ein Unternehmen in die Region kommen, bekommt es statt zwei Angeboten von zwei Städten nur mehr eins vom Stadtentwicklungsverband, der überdies mit den Gemeinden Nersingen, Elchingen, Blaustein und Dornstadt kooperiert. Und mit dieser Taktik fahren beiden Städte sehr gut. Neben dem Verkauf von rund 52 Hektar Gewerbeflächen in Ulm und 36 Hektar in Neu-Ulm habe man den Leerstand deutlich reduzieren können. „In Ulm sind momentan nur acht von knapp 900 Ladengeschäften verfügbar“, sagte Ulrich Soldner, Leiter der Abteilung Liegenschaften und Wirtschaftsförderung in Ulm, bei einem Pressegespräch. Das Hauptgeschäft des Stadtentwicklungsverbands ist nach wie vor die Bestandspflege: Die meisten Anfragen kommen laut Ivo Gönner aus der regionalen Wirtschaft – etwa wenn Betriebe erweitern oder Firmenflächen verlagern wollen. Doch auch für neue Unternehmen ist der Verband ein Ansprechpartner: Etwa ein Drittel der vermittelten Gewerbeflächen sind im Schnitt für Neuansiedlungen gedacht. Unterm Strich, so sagte OB Noerenberg, sei wichtig, dass Arbeitsplätze in einer zumutbaren Entfernung geschaffen oder erhalten werden. „Für uns ist es allemal besser, wenn ein Betrieb nach Nersingen geht anstatt nach Kempten.“
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